SUCHTVORBEUGUNG IN DER GEMEINDE | NEWSLETTER

Sehr geehrte Damen und Herren!

Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe unseres E-Mail-Newsletters „Wir setzen Zeichen!“ (WSZ). Wir haben wieder zahlreiche interessante und spannende Infos aus den WSZ-Projektgemeinden gesammelt und für Sie zusammengestellt, zum Beispiel von den neu angelaufenen Projekten in Grünburg und Sarleinsbach.

Falls auch Sie wieder über eine Maßnahme zur Suchtvorbeugung aus ihrer Gemeinde berichten wollen, ersuchen wir Sie, Ihren Artikel (maximal eine A4-Seite, wenn möglich mit Foto) bis spätestens 31. Jänner 2013 an news@praevention.at zu schicken. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

Günther Ganhör (Institut Suchtprävention, Redaktion Newsletter WSZ)

 

PS: Die Inhalte des Newsletters finden Sie auch auf unserer Homepage www.wirsetzenzeichen.at.  

Wir setzen Zeichen! Wels

Abschlussbilanz und nachhaltiges Weiterwirken

 

Drei Jahre lang hat in der Stadt Wels ein engagiertes Team im Bereich der Suchtprävention im wahrsten Sinne des Wortes "Zeichen gesetzt". Mit Ende September 2012 ist das Projekt "Wir setzen Zeichen - Suchtvorbeugung in der Stadt Wels" nun offiziell ausgelaufen. "Die vergangenen Jahre waren für die Stadt Wels hinsichtlich Suchtprävention sehr lehr- und erfahrungsreich", fassen Bürgermeister Dr. Peter Koits und Sozialstadträtin Silvia Huber zusammen und ergänzen: "Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden - ebenso wie die vom Gemeinderat beschlossenen Gesundheitsziele - in die weitere Arbeit der Stadt Wels in diesem Bereich einfließen!" Nicht zuletzt aus diesem Grund war der „Dankeschön-Abend“ für alle Projekt-Mitwirkenden am 20. September 2012 in der Stadthalle Wels gleichzeitig der Startschuss für die Präventionsarbeit in den kommenden Jahren.

 

Vielfältige Aktivitäten

 
Drei Jahre lang wurden in der Stadt Wels im Bereich der Suchtprävention viele Zeichen gesetzt. Zu den Projekt-Schwerpunkten Alkohol, Nikotin, Essstörungen und illegale Substanzen gab es noch eine ganze Reihe von Veranstaltungen, wie zum Beispiel:

  • Kabarett „G´sundheit“ mit Ingo Vogl
  • Präventionstage an verschiedenen Welser Schulen
  • Fachtagung gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum Wels
    zum Thema „Essstörungen“
  • Aktionstage zum Schwerpunkt „Nikotin“
  • Kampagne „Live it leave it“ mit rund 700 SchülerInnen
  • Modul „Peer Drive Clean“ an 2 Welser Fahrschulen
  • Fortbildung für Welser SchulleiterInnen und SchulärztInnen
  • MultiplikatorInnenschulungen


Präventionspreis

Seit dem Jahr 2011 animiert der Präventionspreis der Stadt Wels junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren zur kreativen Auseinandersetzung mit suchtpräventiven Inhalten. In den entsprechenden Wettbewerben standen bisher die Gestaltung von Plakaten sowie das Drehen von Handy-Video-Clips zum Thema "Drei Sekunden Glück" auf dem Programm. Als Unterstützer fungieren das Medienkulturhaus Wels, das Institut Suchtprävention sowie externe Medienfachleute.

 

MammaMia

Ziel der "MammaMia"-Mütterrunden ist es, dass sich Mütter mit Migrationshintergrund bei einer speziell als Moderatorin geschulten Gastgeberin treffen und sich dort über Themen rund um Kinder und Erziehung austauschen. Bisher wurden dabei 18 Moderatorinnen geschult und 50 Treffen veranstaltet.

 

Sonstiges

Weiters auf dem Programm stand die Umsetzung und Koordinierung von Maßnahmen für den Themenbereich Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien. In Zusammenarbeit mit der FH in Linz und mit Unterstützung von Lions Wels haben zwei Studierende jeweils eine Bachelor-Arbeit zur oben genannten Thematik verfasst und dem Projektteam zur Verfügung gestellt. Damit ist eine gute Grundlage für die weitere Planung diesbezüglicher Projekte vorhanden. Unter Expertinnen und Experten ist seit längerem klar, dass mit einer gesundheitlichen Verelendung von Suchtkranken keinem gedient ist und nur eine bestmögliche Unterstützung deren Genesung fördert. Im Sinne des Konzeptes der Harm Reduction (Schadensminimierung) hat das Projektteam in Abstimmung mit dem Gesundheitsdienst der Stadt Wels Maßnahmen entwickelt, um vor allem junge Drogenkonsumentinnen und -konsumenten vor Gefahren einer Ansteckung mit verschiedenen Infektionskrankheiten zu schützen. Schließlich brachte das Projektteam seine suchtpräventive Expertise auch in die Gruppe "Gaspark Neu - Gib Gas Park" der Welser Innenstadtagenda 21 zur Umsetzung von Maßnahmen zur Gestaltung einer lebenswerten Innenstadt ein.

 

Wie geht es weiter?

Die Teilprojekte MammaMia und den Präventionspreis der Stadt Wels wird es auch weiterhin geben, die erfolgreiche Durchführung ist bereits gesichert. Auch Kabarettist Ingo Vogl soll im kommenden Jahr wieder in Wels auftreten. Ebenso sind für Herbst 2012 weitere Projekte im Entstehen, zum Beispiel wird ein Maturaprojekt der BHAK Wels 2 begleitet, diesmal in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kindergarten Siebenbürgerstraße zum Thema "Gesunde Ernährung". Zudem haben sich weitere Kindergärten und ein Hort gefunden, um ab Oktober eine Kampagne gegen übermäßigen Fernsehkonsum von Kleinkindern und Kindern ins Leben zu rufen. Stattfinden werden diese künftigen Aktivitäten nicht mehr im Zuge des Projektteams, sondern eingegliedert in die Arbeit des Magistrats. So wird sich der bisherige Projektleiter Mag. (FH) Helmut Schober künftig hauptsächlich der Tertiärprävention (für Personen, die bereits an einer Abhängigkeitserkrankung leiden) mit besonderem Fokus auf die Harm Reduction (siehe oben) widmen. Die bisherige Projektassistentin Mag. Julia Reiter ist künftig als Beauftragte der Stadt Wels für die Umsetzung der bereits im Gemeinderat beschlossenen Welser Gesundheitsziele mit besonderem Augenmerk auf Prävention tätig. Ihr Ziel ist es auch, bestehende Netzwerke weiter zu betreuen bzw. neue Netzwerke zu schaffen.

Weitere Infos zu WSZ Wels gibt es auf der Projekt-Homepage.

Abschlussveranstaltung in Wels

Wir setzen Zeichen! Micheldorf - Kirchdorf

MIMI – Miteinander in Micheldorf

 

Integration ist ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit, aber auch ein Faktor im Bereich der Suchtprävention, denn auch Migranten sind suchtgefährdet und brauchen präventive Maßnahmen. Sich im Wohnort angenommen und akzeptiert zu fühlen ist ein wesentlicher Schutzfaktor.

 

Unsere Micheldorfer MIMI – Gruppe „Miteinander in Micheldorf“ besteht seit Herbst 2011. Die Ziele sind einfach – wir möchten Begegnung aller MicheldorferInnen ermöglichen und dabei miteinander und voneinander lernen. Wir planen als offene MIMI Gruppe Veranstaltungen, die uns als Gruppe Freude bereiten und uns interessieren. Gestartet wurde ohne großen Aufwand, jedes Mitglied im Sozialausschuss der Gemeinde Micheldorf nahm eine Person mit Migrationshintergrund zur ersten Sitzung mit. Bei dieser ersten Besprechung wurde erzählt, wie man nach Micheldorf kam und was uns hier hält. Von den 23 Anwesenden waren nur drei „echte“ Micheldorfer, alle anderen sind zugewandert - aus Steyr, Wien, aus dem Mühlviertel, aus Pettenbach, Wartberg, Serbien, Kroatien, Russland, Bosnien…Wir sammelten Ideen, was wir gerne tun und anderen zeigen könnten. Aus dieser Ideenfülle entstanden die ersten Projekte:


„Russisch kochen beim Griechen“

Zwanzig kochbegeisterte MicheldorferInnen nahmen teil am „Russisch kochen“ beim Griechen in der Schön. Nach der Begrüßung durch Vizebürgermeisterin Roswitha Waas übernahm Frau Elena Grassecker die Einführung und dann ging es los in die Küche. Frau Grassecker  stammt aus Russland, ist verheiratet und lebt seit mehreren Jahren in Micheldorf. Mit Feuereifer waren alle TeilnehmerInnen bei der Sache. Dieser Kochabend am 21. September 2011 war sicher nicht der letzte, denn was gibt es völkerverbindenderes als gemeinsames Kochen und Essen?


Feste der Kulturen

Am Montag, 12. Dezember 2011, trafen sich interessierte MicheldorferInnen  im Kindergarten, um zu erfahren, wie die Feste im Herbst und im Winter in den verschiedenen Ländern gefeiert werden. Vor allem das Weihnachtsfest und die traditionellen Bräuche zur Adventzeit waren Thema dieses Abends. Die Festkultur im Kindergarten, die Advent- und Weihnachtsfeiern, die Heiligen St. Martin und St. Nikolaus wurden mittels Fotos präsentiert. Neu und spannend waren die Erzählungen, wie in Serbien zu Weihnachten gefeiert wird. Wir erfuhren auch, wie in Russland Väterchen Frost mit seiner Schneeprinzessin auf seinem Schlitten zu den Kindern kommt. Aus dem islamischen Kulturkreis hörten wir, wie die Fastenzeit, Ramadan, durchgeführt wird und dann ihren Abschluss mit dem Zuckerfest findet. Wie unterschiedlich diese Traditionen in den Familien gelebt werden, ob aus Bosnien oder der Türkei, war für alle Besucher sehr interessant. Zum Abschluss gab es Tee aus dem Samowar, Orangenpunsch und Früchtetee mit Weihnachtsbäckereien zu kosten. Für alle Besucher war nach dieser Veranstaltung klar: Wir wissen viel zu wenig voneinander, wir möchten aber mehr erfahren!
 

Erzählkaffee

Am 6. Februar 2012 erzählten einige zugewanderte MitbürgerInnen im Eltern-Kind-Zentrum über ihre Lebensgeschichten, die Beweggründe für die Flucht aus der Heimat, die Erlebnisse auf dieser Fahrt, die Sorgen und Ängste im fremden Land, das Ankommen und die Entscheidung hier zu  bleiben. Auch die Situation im Flüchtlingsheim im ehemaligen Kinderheim in der Krems konnten wir aus Erzählungen der Familie Kammerhuber erfahren. Welche Probleme und Sorgen - emotional, sozial und finanziell - prägten den Alltag? Von 1992 bis 1996 wurde diese schwierige Herausforderung mit viel Einsatz und Engagement von Elfriede und Ernest Kammerhuber positiv bewältigt. Einige Familien sind heute noch in Micheldorf und konnten sich im Ort gut integrieren. Herzlichen Dank allen ErzählerInnen für den Mut und die Offenheit ihre Lebensgeschichten nach außen zu tragen. Die Betroffenheit der Menschen wurde an diesem Abend deutlich spürbar und unsere Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander konnte wachsen.


Internationaler Tanzabend im Freizeitpark in Micheldorf

„Miteinander tanzen“ war das Motto des internationalen Tanzabends am 8. Juni 2012 im Freizeitpark in Micheldorf. Sechs Tanzgruppen aus der Region Kremstal zeigten ihre Volkstänze und Trachten. Neben der Micheldorfer Volkstanzgruppe konnten die bosnische, albanische, kroatische, türkische und serbische Volkstanzgruppe ihr Können präsentieren. Große Begeisterung gab es dann bei den gemeinsamen Kreis- oder Paartänzen mit dem Publikum. Vizebürgermeisterin Roswitha Waas freute sich über die zahlreichen Besucher und wird diesen Tanzabend sicher nächstes Jahr wieder initiieren.

 

Picknick beim Himmelreich Biotop

Am 22. September 2012 trafen sich interessierte Micheldorfer Familien, um gemeinsam mit Konsulent Werner Bejvl eine Wanderung durch das wunderschöne Himmelreich Biotop zu machen. Werner Bejvl begann dieses Naturparadies vor fast 20 Jahren gemeinsam mit seinen Kindern im Kinderheim als Erzieher zu errichten. Mittlerweile hat sich ein Verein zur Erhaltung und dem Schutz seltener Pfanzen und Tiere gegründet, mit über 100 Mitgliedern. Das große Engagement macht sich bezahlt, wir haben in Micheldorf mehrere Orchideenwiesen, die man ganz Österreich kaum mehr findet. Dieses Landschaftsschutzgebiet wurde bewundert und anschließend stärkten sich die Besucher bei slowenischer Gibanica, russischen Fleischpalatschinken, bei Apfelstrudel und Nuriaufstrich.

 

Lese-Oma

Zwei engagierte pensionierte Frauen aus unserer MIMI-Gruppe lesen Kindern in der Volksschule Micheldorf aus Bilder- und Geschichtenbüchern vor. Vor allem Kinder mit nicht-deutscher Erstsprache profitieren von diesen Besuchen. Die gemeinsamen Gespräche über das Gelesene, die Wiederholungen und vor allem die Beziehung zu unseren Lese-Omas sind für Kinder, aber auch für die Lehrkräfte eine Bereicherung.

 

Welche Projekte sind in Planung und Vorbereitung?

1. Lesung mit Susanne Scholl am 16. 11. 2012 im Pfarrheim Micheldorf
Aus dem Buch „Allein zu Hause“ liest die bekannte Russland-Expertin und berichtet über menschliche Schicksale. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Caritas Integrationsbüro und dem katholischen Bildungswerk durchgeführt.

 

2. Lernförderung in der Volksschule für Kinder mit anderer Erstsprache
Fünf Kinder mit geringen Deutschkenntnissen werden einmal wöchentlich nachmittags 2 Stunden zusätzlich betreut. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Erlernen der Sprache, dem Kontrollieren der Hausübungen um eventuell vorhandene Lerndefizite zu verbessern. Der Start erfolgt im November 2012.

 

Wie planen und organisieren wir unsere Aktivitäten?

Einmal im Monat trifft sich die MIMI Gruppe – immer am ersten Montag im Monat im Eltern Kind Zentrum in Micheldorf. Wir sehen die Treffen locker – wer kann, ist da und wir  freuen uns darüber. Es gibt keine Verpflichtung und keine Vorwürfe, falls man nicht kommen kann. Das ist eine Grundhaltung, die wir als sehr wohltuend empfinden!

 

Gemeinsames Kochen verbindet!
Albanische Tanzgruppe beim internationalen Tanzabend

Wir setzen Zeichen! Schwanenstadt

Schwauna in Action

Sitzbomben-Wettbewerb     

Am Freitag, den 29. Juni 2012 fand im Erlebnisbad Schwanenstadt ein „Sitzbomben-Wettbewerb“ für Kinder und Jugendliche statt. Bei strahlendem Hochsommerwetter nahmen 33 Kinder an dieser originellen Veranstaltung teil. Prämiert wurden die besten, lustigsten und kreativsten Springerinnen und Springer. Mittels Applausmessung der anderen Kinder und Jugendlichen sowie der restlichen Schwimmbadbesucher wurden die Gewinner der drei Altersgruppen ermittelt.

Die gute Laune der Teilnehmer/innen und Badegäste, das perfekte Badewetter, die tolle Moderation und Organisation von Lisa Parzer (Leiterin des Jugendzentrums Schwanenstadt) und Gitti Stritzinger sowie die musikalische Umrahmung durch DJ Flo sorgten für viel Spaß und Partystimmung. Organisiert wurde diese Veranstaltung im Rahmen des Projektes „WIR SETZEN ZEICHEN!“ – Prävention in Schwanenstadt.


Schwauna in Action

"Fußball ist cool, aber Badminton auch", fand ein Hauptschüler, der am 14. September 2012 beim Aktionstag "Schwauna in action" teilnahm. Unter dem Motto "Schwanenstadt schaut nicht zu, die Stadt ist aktiv" verschafften sich über 1000 Interessierte, darunter 700 Schülerinnen und Schüler der Schwanenstädter Schulen, einen Überblick über das bunte Freizeitangebot in der Stadt. 25 Vereine waren sich einig, das Projekt der Stadtgemeinde, das vom Institut Suchtprävention Linz begleitet wird, zu unterstützen. "Jungen Menschen gibt die Gemeinschaft in Vereinen Halt. Ob sie sich nun für sportliche oder kulturelle Aktivitäten interessieren", sagt Alois Hüttner, Projektleiter Gesunde Gemeinde. Ziel war es, nicht das Thema Suchtprävention in den Vordergrund zu rücken, sondern Jugendlichen zu zeigen, wie vielseitig die Freizeitgestaltung sein kann. "Bei Kindern und Jugendlichen, die in einem Verband integriert sind, ist die Tendenz viel geringer, dass sie in ein Suchtverhalten abgleiten", ist Andrea Schrattenecker, Projektkoordinatorin von "Schwauna in Action", überzeugt. "Deshalb war es uns so wichtig, dass Spiel und Spaß im Vordergrund standen." Die nächsten Schritte des Projektes sind, die beliebtesten Aktivitäten zu evaluieren. Dies wird eine Erhebung an den Schulen ergeben.

 

PS: Das Bezirks-TV Vöcklabruck hat zu "Schwauna in Action" einen sehenswerten Beitrag gestaltet, zu sehen über die Facebook-Seite des Instituts Suchtprävention facebook.com/praevention.at bzw. auf BTV-Online unter: http://tinyurl.com/8s5pw9q

 

Der Sitzbombenwettbewerb war ein voller Erfolg
Zahlreicher Schülerinnen und Schüler konnten die Angebote der Schwanenstädter Vereine erproben.
Schwauna in Action!

Wir setzen Zeichen! Sierning

Suchtprävention in den Schulen und attraktive, sinnvolle Freizeitangebote für Jugendliche

 
Hauptschulen: PLUS und clever & cool
 
Die Hauptschulen 1 und 2 in Sierning führten im Schuljahr 2011/12 das erste Mal PLUS durch, ein Unterrichtsprogramm zur Sucht- und Gewaltprävention für die 5. - 8. Schulstufe. Gestartet wurde mit den SchülerInnen der ersten Klassen. Die KlassenlehrerInnen absolvierten dafür eigens Fortbildungen am Institut Suchtprävention, um dieses Projekt durchzuführen. Auch im Herbst nehmen wieder Lehrkräfte an PLUS-Schulungen teil.
 
Ein Highlight war unter anderem die Durchführung einer Ich-Ausstellung, bei der SchülerInnen und LehrerInnen Gegenstände, die ihnen persönlich wichtig sind, ihren KlassenkollegInnen präsentierten, um das Kennenlernen in der Gruppe zu fördern.
 
Eine umfangreiche Fotogalerie dieser Ausstellung gibt es auf der Homepage der HS2 zu sehen:
http://hs2sierning.eduhi.at/schuljahr_2011-12/aktivitaeten_2011-12/projekt-plus1a_2011.html
 
An der Hauptschule 1 wurde zusätzlich - als einziger im Bezirk Steyr Land - sehr zur Freude der Schule, in den 4. Klassen das Projekt "clever & cool" in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei durchgeführt. In diesem Kooperationsprojekt der Polizei und des Instituts Suchtprävention wurden 11 Module über ein ganzes Schuljahr durchgeführt. Auch die Eltern wurden bei diesem Projekt miteinbezogen. Weitere Infos dazu unter http://www.hs1sierning.at/projekte/projekte-speziell/
 
 
„Geo-Caching“ in der Au – ein tolles Ferienspiel
 
Kinder und Jugendliche sollen in Sierning attraktive Freizeitangebote vorfinden. Dazu wurden im Rahmen der Sierninger Ferienpass-Aktion mehrere Angebote realisiert, unter anderem ein „Geocaching in der Au“. Diese gelungene Kooperation wurde zwischen dem Familienausschuss unter dem Vorsitz von GR Birgit Heidlberger, dem Jugend- und Sportausschuss mit GV Helmut Reiterer an der Spitze und der Aktion Gesunde Gemeinde, geleitet von Waltraud Fisecker realisiert: Gemeinsam wurde eine actionreiche „Schatzjagd“ für Sierninger Jugendliche vorbereitet und durchgeführt, an der mehr als 20 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 15 Jahren teilnahmen. Konkret ging es darum, vorab versteckte „Schätze“ im Umkreis der Steyrer Au in Steinfeld-Letten und Neuzeug mit Hilfe von GPS-Navigationsgeräten zu finden. Die Koordinaten für die Verstecke mussten die Jugendlichen natürlich selber herausfinden. Dazu waren das Lösen kniffliger Rätsel, die Bergung einer Flaschenpost oder herausfordernde Balanceakte auf der „slack-line“ notwendig.  Beherzt wurde der Entschluss gefasst, eine gefundene illegale Müllablagerung in Eigenregie zu entfernen. Es wurden Müllsäcke voll mit Bierdosen, Plastik, Kleidungsstücken usw. bei dieser Veranstaltung gefunden und vom Bauhof abgeholt. Vielen Dank für diesen tollen Einsatz!
 
Barfuss „Mix and shake - Workshop"


Ebenfalls im Rahmen des Sierninger Ferienspasskalenders fand in der Hauptschule Sierning ein Workshop für Jugendliche ab 14 Jahre statt, bei dem Jugendlichen lernten, wie man alkoholfreie Cocktails hergestellt. Alle Teilnehmenden hatten sichtlich Spaß daran.

Barfuss Workshop in Sierning

Wir setzen Zeichen! Gmunden

„Spirit of Summer“ - die Fünfte

 
Ins fünfte Jahr ging heuer eine nach den Prinzipien moderner Prävention ausgerichtete Veranstaltung, die die Stadt Gmunden in enger Kooperation mit dem Jugendzentrum Check Point und Streetwork Gmunden plant und durchführt: das Open Air „Spirit of Summer“ auf dem Seebahnhof-Badeplatz am Samstag, 9. Juli, dem ersten Tag der Ferien. Folgende Faktoren charakterisieren dieses Fest für die Jugend:

  • freier Eintritt
  • Die Gastronomie schenkt keine „harten“ Sachen aus, Bier und Wein sind sehr wohl zu haben.
  • Ein Dutzend junger Burschen aus dem Gmundner Jugendzentrum Check Point versieht Ordnerdienst und achtet auf Besucher, die zu viel Alkohol konsumieren.
  • Die „Es geht auch ohne-Bar“ des JUZ ist präsent und schenkt preisgünstige alkoholfreie Cocktails aus.

Das Programm verteilt Lustbarkeiten und Highlights über den ganzen Tag.  Dazu zählen zum Beispiel ein Beachvolleyballturnier, Spiel- und Trendsportangebote wie Jonglieren oder „Stand Up-Paddling“ bis zur Dämmerung, drei Live-Bands bis Mitternacht.  Das verleitet Besucher dazu, länger zu bleiben, es sich gemütlich zu machen und sich auch sportlich zu betätigen. Es besteht nicht die Notwendigkeit, sich wie bei manch anderen Konzertereignissen, sich ganz rasch für zwei Stunden in Euphorie zu versetzen.
 
Spirit of Summer 2012 blieb witterungsbedingt hinter dem Besucherrekord des Vorjahres zurück. Es zog an die 200 Menschen an. Die Veranstalter sind gerade überein gekommen, das Fest inhaltlich und musikalisch zu verjüngen, konkret soll es 2013 eine DJ-Line mit DJs aus der Gegend geben. Übrigens: Die Stadt Gmunden trägt die gesamten Kosten, die rund 4500 Euro ausmachen.

Wir setzen Zeichen! Sarleinsbach

Suchtprävention und Resilienz - breite Einbindung verschiedener Menschen

 

Die Arbeitsgruppe Gesunde Gemeinde in Sarleinsbach setzte am 30. Mai 2012 einen weiteren Schritt im laufenden Agenda-Prozess. Ziel eines mehrjährigen Prozesses ist es, konkrete Schritte zur Suchtprävention und persönlichen Widerstandsfähigkeit zu setzen. Wenn kleinere oder größere Krisen zu bewältigen sind, greift man in dem Moment auf bestimmte Ressourcen zurück, die im persönlichen Bereich aber auch außerhalb liegen können (Intelligenz, Familie, Kirche, Freunde, Beruf …). Resilienz bildet sich vor allem in jungen Jahren, kann aber auch später erlernt werden.

 

Um zu erfahren, welche Faktoren in Sarleinsbach für künftige Generationen positive oder negative Resillienz erzeugen, führten Christoph Lagemann und Roland Lehner vom Institut Suchtprävention Interviews mit Sarleinsbachern aller Alters- und Berufsgruppen.  Positiv hervorgehoben wurde, dass von den Angeboten im Ort für jeden etwas dabei sein müsste. Anders als früher werden zum Besuch von Festen Fahrgemeinschaften gebildet. Der Konsum von Nikotin geht merkbar zurück. Die örtlichen Bildungseinrichtungen bieten gute Voraussetzungen für einen Start ins Leben.

 

Deutlich zum Ausdruck kam, dass es in den Vereinen beim Alkoholkonsum locker zugeht. Aus Sicht vieler Befragter wird nirgends ein Jugendgetränk angeboten oder aktiv beworben. Um Jugendliche für Projekte gewinnen zu können, müssen sie neben den Eltern auch von anderen angesprochen werden. Künftig bedarf es dafür auch der Plattform Facebook. Neben Leitfiguren benötigen die Jugendlichen einen gewissen Raum, wo sie nicht unter der Kontrolle der Erwachsenen stehen. Wichtiger als ein konkretes Projekt, ist aber allein die Tatsache, dass wir uns in der Gemeinde zusammensetzen und uns Gedanken machen.

Die Steuergruppe Sarleinsbach - ganz rechts Projektleiter Dr. Bernhard Lang

Wir setzen Zeichen! Bad Hall

Suchtprävention rund um Bad Hall – ein Weg mit vielen Facetten

 

Vor ungefähr 3 Jahren schien allen BürgernInnen und GemeindevertreternInnen klar zu sein, dass eine Beschäftigung mit dem Thema Sucht und Prävention unumgänglich sei. Viele Personen fanden sich ein, um konkrete Schritte zu machen. So wurden Vorträge organisiert, Fachleute kontaktiert, Forderungen gestellt und unendlich viele Diskussionen in Gang gebracht. Im Nachhinein erinnert es an einen Marathonlauf, bei dem viele Motivierte an den Start gehen, aber doch viele irgendwo auf der Strecke bleiben. Einige sind geblieben und haben Ziele entwickelt und beharrlich verfolgt, aber was wurde erreicht – das wird vor allem von denen gefragt, die nicht mitgelaufen sind.

 

Das wichtigste Ziel scheint die Beschäftigung mit dem Thema zu sein, realistische und unrealistische Forderungen zu trennen und Informationen und professionelle Herangehensweisen einzufordern. Konkrete Maßnahmen wurden umgesetzt, wie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Schulung des Lehrkörpers, Ankauf von Büchern für die Grundschulen, Jugendschutzprojekte, Streuung von Notfallkarten, Angebot einer Angehörigengruppe  und die Einführung eines tollen Jugendgetränks, die Abhaltung eines Vereinstages und vieles mehr.

 

Mit Stolz sehen wir auf das Erreichte und versuchen, Neues für die Zukunft zu entwickeln. So haben wir einen flächendeckenden  Präventionstag im kommenden Arbeitsjahr geplant, ein lang geforderter Jugendtreffpunkt steht vor der Umsetzung und die monatlichen strategischen Sitzungen sind bereits terminisiert. Unser Resümee nach 3 Jahren Arbeit? Dran bleiben, kreativ sein und den Humor behalten! Dann bewegt sich vieles.

Wir setzen Zeichen! St. Georgen-Berg-Straß im Attergau

Neue Projekthomepage

Seit dem Frühjahr 2009 befasst sich eine Gruppe engagierter BürgerInnen der drei Attergaugemeinden St. Georgen, Berg und Straß unter fachlicher Anleitung durch Herrn Mag. Rudolf Gruber vom Institut Suchtprävention in Form eines kommunalen Arbeitskreises mit dem Thema Prävention. Im Aktionsjahr 2012/2013 werden folgende Themen bearbeitet:


• Rauchen - speziell auf öffentlichen Plätzen (z. B. Schulvorplatz)
• Alkohol - Der Konsum von Alkohol und die Folgen
• Eltern-Bildung: Schwerpunkt Rauchen
• Treffpunkt oder Platz in der Gemeinde für Jugendliche ohne Vereinsbindung

 

Der Initiative von Herrn Wenigwieser ist es zu verdanken, dass St. Georgen mittlerweile auf eine eigene Präventionshomepage verweisen kann, die zum einen ein Informationsmedium über laufende Projektaktivitäten darstellt, und zum anderen mit Fachstellen und Unterstützungsangeboten aus dem Präventionsumfeld verlinkt ist: www.praevention-attergau.jimdo.com

Wir Setzen Zeichen! Ternberg

Projektstart beschlossen

Die Marktgemeinde Ternberg im Bezirk Steyr-Land fasste im September 2012 einen Gemeinderatsbeschluss zur Durchführung eines Wir-Setzen-Zeichen! – Projekts. Als nächster Schritt ist die Durchführung einer Bedarfsanalyse geplant: In 2 Fokusgruppen werden die Angebote und der Bedarf an präventiven Maßnahmen in der Gemeinde erhoben.

 

Wir setzen Zeichen! Grünburg

Gelungener Start

 

„Sucht verhindern helfen“ – unter diesem Motto fand am Dienstag, 12. Juni 2012, in Grünburg die Startveranstaltung mit Vertretern der Gemeinde Grünburg, Schulen, Kindergarten, Vereinen, Rotes Kreuz, Pfarre und Jugendvertretern statt. Unter der Leitung von Gemeindevorstand Regina Teichmann und Mag. Dietmar Krenmayr vom Institut Suchtprävention wurde über Wahrnehmungen in der Gemeinde, Sichtweisen der Teilnehmer, Probleme und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen diskutiert und die ersten Schritte in Richtung Suchtprävention in Grünburg festgelegt.

 

Die Bereitschaft der Anwesenden gemeinsam etwas zu verändern war großartig. Alle bestätigten die Wichtigkeit, keine kurzfristigen Einzelprojekte zu initiieren, sondern nachhaltige langfristige Maßnahmen unter Einbindung aller Beteiligten zu setzen. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Kinder und Jugendlichen um ein Abgleiten in eine Suchtform zu verhindern. Die Gemeinde ist ein relativ kleiner sozialer Nahraum mit überschaubaren Strukturen, wo es noch leichter möglich ist, Schutzfaktoren zu entwickeln. In den nächsten Monaten wird das grob festgelegte Programm noch weiter ausgearbeitet, um möglichst bald mit den ersten Maßnahmen starten zu können.

Wir setzen Zeichen! Kremsmünster

Das kommunale Präventionsprojekt Kremsmünster läuft wie geplant weiter.