SUCHTVORBEUGUNG IN DER GEMEINDE | NEWSLETTER

Sehr geehrte Damen und Herren!

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe unseres E-Mail-Newsletters „Wir setzen Zeichen!“ (WSZ). Das Institut Suchtprävention bietet dieses Angebot den WSZ-Partnergemeinden zur gegenseitigen Vernetzung und zum Ideenaustausch an.

 

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, ihre Aktivitäten auch anderen Projektgemeinden zu präsentieren und zugleich von den aktuellen Aktivitäten anderer Gemeinden zu erfahren. Sie lernen Neues kennen und erhalten Inputs für die eigene Gemeinde.

 

Falls auch Sie über eine Maßnahme zur Suchtvorbeugung aus ihrer Gemeinde berichten wollen, ersuchen wir Sie Ihren Artikel (ca. eine halbe A4-Seite, gerne auch mit Foto) bis spätestens 30. September 2012 an news@praevention.at zu schicken. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

Günther Ganhör (Institut Suchtprävention, Redaktion Newsletter WSZ)

 

PS: Die Inhalte des Newsletters finden Sie auch auf unserer Homepage www.wirsetzenzeichen.at.  

Wir setzen Zeichen! Micheldorf - Kirchdorf

„Denk-mal – Was schützt vor Sucht?“

Im Rahmen des Suchtpräventionprojektes „Wir setzen Zeichen“ der Gemeinden Micheldorf und Kirchdorf wurde der Workshop „Denk-mal – Was schützt vor Sucht?“ veranstaltet. Unter der fachlichen Leitung der beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Rebecca Laschober und  Mag. Julia Reisenbichler wurde mit einer Gruppe von Jugendlichen aus dem BFI Kirchdorf das Thema Sucht (prävention) thematisiert. Außerdem setzten sie gemeinsam ein „Denkmal“, das die Gesellschaft für dieses wichtige Thema sensibilisieren soll. Dafür wurden von den kreativen Jugendlichen einzelne Holzstücke mit suchtpräventiven Faktoren gestaltet. Das gesamte „Denkmal“ soll an eine Schutzwand gegen Suchterkrankung erinnern. Dieses Kunstwerk wird abwechselnd in Micheldorf am Ortsplatz sowie in Kirchdorf vor dem Rathaus platziert  und  soll zum „Nachdenken“ anregen.

Rebecca Laschober und Julia Reisenbichler vor dem "Denk-mal"

Wir setzen Zeichen! Wels

Erfolgreiche Pilotprojekte werden fortgesetzt

In der Stadt Wels läuft das Präventionsprojekt „Wir setzen Zeichen“ seit September 2009 und endet offiziell Ende September 2012. Gefördert wird das Projekt durch das Land Oberösterreich und den Fonds Gesundes Österreich.

 

Entsprechend dem Motto „Wir setzen Zeichen“ und den vielen verschiedenen Aktivitäten (nachzulesen auf der Projekt-Homepage) in den letzten Jahren werden auch heuer noch einige Teilprojekte umgesetzt und in Zukunft weitergeführt.

 

Nach der erfolgreichen Pilotprojektphase im Jahr 2011 wird das Projekt „MammaMia – Mütter im Gespräch“ innerhalb der Stadt Wels verlängert. Sehr erfreulich ist, dass im Pilotprojektjahr insgesamt 39 Treffen (14 albanisch, 13 türkisch, 12 BKS) abgehalten und 249 Personen aus verschiedenen ethnischen Gruppen erreicht wurden. Bei diesen moderierten Gesprächsrunden wurden überwiegend Frauen erreicht, die zuvor an keinen Elternbildungsveranstaltungen teilgenommen haben. Am 14. März 2012 fand im Rathaus der Stadt Wels die offizielle Abschlussveranstaltung der Pilotprojektphase von MammaMia statt. Inhaltlich begleitet wird das Projekt vom Institut Suchtprävention. Die organisatorische Abwicklung erfolgt durch die Stadt Wels. Im März 2012 wurden 6 neue Moderatorinnen geschult.

 

Des Weiteren wird es nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr eine Neuauflage des Präventionspreises der Stadt Wels geben. Sinn und Zweck des Preises ist, dass sich Welser Jugendliche kreativ mit suchtpräventiven Inhalten auseinandersetzen. Auch im heurigen Jahr wird der Wettbewerb vom Medienkulturhaus Wels, dem Institut Suchtprävention und einem externen Medienexperten unterstützt. Dieses Mal werden die persönlichen Glücksmomente, aufgenommen per Handy oder einer Pocketkamera, gesucht. Das Motto lautet: „Drei Sekunden Glück“. Nähere Informationen gibt es unter www.dreisekundenglück.at Die Preisverleihung findet am Dienstag, den 12. Juni 2012 im Alten Schl8hof in Wels statt.

 

Obwohl das Projekt im September 2012 offiziell endet, wurden bereits weiterführende Ideen im Bereich der Suchtprävention entwickelt. Alle Interessierten werden herzlich eingeladen sich weitere Informationen über das Projektteam einzuholen.

Projektabschluss "MammaMia"
Präventionspreis 2012

Wir setzen Zeichen! Gmunden

Alle an einem Tisch - Präventionstreffen im Gmundner Rathaus

Seit vier Jahren erörtern in einer in der Stadt Gmunden institutionalisierten Steuergruppe Fachleute Fragen und Maßnahmen zur Suchtprävention. Mag. Rudolf Gruber ist fachlicher Coach und oft auch Moderator. Jugendreferent Mag. Wolfgang Köppl leitet das Gremium. StadtpolitikerInnen, Jugendzentrumsleiter, SchuldirektorInnen und mit Prävention beauftragte LehrerInnen, Jugendwohlfahrt, Alkoholbetreung, Landes-Jugendservice, Streetwork, Polizei oder auch eine Schulärztin sitzen an einem Tisch. Die Runde bespricht aktuelle Probleme, Schwerpunkte in der künftigen Arbeit und sie plant konkrete Maßnahmen. Diese können ordnungspolitischer Natur sein oder auch praktische Prävention und Partizipation engagierter Junger bei großen Jugendveranstaltungen, wie sie die Stadt seit Jahren abhält.

 

Brandaktuelles – eine Drogentote und Gewalttätigkeiten vor dem größten In-Lokal auf dem Rathausplatz – und der Wunsch, neue, ehrenamtliche Mitglieder für die Steuergruppe zu finden, bewog den Jugendausschuss zu einem großen Präventionstreffen einzuladen. Man lud gut 50 sorgsam ausgewählte Personen ein, bat gezielt jene Eltern, deren Kinder verletzt worden waren, zu kommen und erreichte mit persönlichem Kontaktieren und Nachhaken, dass auch einige Wirtsleute und zwei Schulsprecher am Treffen teilnahmen. Insgesamt kamen 30 Eingeladene in den großen Rathaussaal.

 

Als Moderator konnte der Leiter der OÖN-Lokalredaktion, Gary Sperrer, gewonnen werden – mit dem Effekt, dass dieser das Thema in einem großen Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten beleuchtete.

 

Der Abend zielte nicht darauf ab, Lösungen zu fabrizieren, sonder vor allem darauf, das aktuelle Geschehen zu beleuchten und Kritikern Gehör zu schenken - mit dem Effekt, dass diese sich jetzt selbst in der Steuergruppe engagieren. Ungemein aufschlussreich waren Berichte der beiden Schulsprecher, der Wirte oder auch eines Streetworkers, der einiges über die unterschätzte illegale Drogenszene zu berichten wusste.

 

Das Ergebnis des Präventionstreffens ist rundum positiv. Eltern, zwei Schulsprecher und eine in der Drogenarbeit tätige Sozialarbeiterin (BaseCamp von Pro Mente) kommen neu in die Steuergruppe, in der neuer Elan spürbar wurde. Stadt und Steuergruppe wollen daran festhalten zumindest jährlich ein großes Präventionstreffen abzuhalten.

Wir setzen Zeichen! Sierning

Präventionstag „Mach dich stark, gib Sucht keine Chance!“

Das Thema Suchtprävention hielt die Gemeinde Sierning einen ganzen Tag lang in Atem. Die Projektgruppe überlegte sich, wie es möglich wäre, Suchtprävention an einem Tag in möglichst vielen Settings und in allen Altersgruppen zu thematisieren. Dazu wurde die Idee eines gemeindeweiten Präventionstages geboren: Am 20. April 2012 starteten die Kindergärten, die Krabbelstube und die Volks- und Hauptschulen am Vormittag mit verschiedenen Aktionen, Vorträgen und Workshops zum Thema Suchtprävention.

 

Der Nachmittag begann mit einem Vortrag von Dr. Jutta Flatscher – „Auch im Alter gibt es Süchte“ (Umgang mit Schmerz- und Schlafmitteln, Alkohol und andere Süchte) – mit anschließender Diskussionsmöglichkeit. Danach hielt Alexander Geyrhofer vom Landeskriminalamt einen Workshop für Erwachsene ab: der „Drogenkoffer“ wurde vorgestellt, um Drogen und Suchtmittel einmal genau kennen zu lernen und genaue Informationen darüber zu bekommen. Im Anschluss folgte im Turnsaal der Hauptschule eine Show der „Freaks“, einer jungen Akrobatiktruppe, die sich vergangenes Jahr in der ORF-Show „Die Große Chance“ mit ihren spektakulären Auftritten ins Finale turnten. Diese Gruppe zeigte, dass sinnvolle Jugendarbeit die beste Prävention ist.

 

Bei den Veranstaltungen gab es Infostände, Ernährungsberatung und Verpflegung aus der „Gesunden Küche“. Jugendliche konnten eine „Rauschbrille“ ausprobieren (vermittelt optisch das Gefühl „betrunken zu sein“) und erlebten bei der Bewältigung eines Hindernisparcours die Auswirkungen auf ihre Reaktionen und Geschicklichkeit. Am Abend fand ein Vortrag von DSA Christoph Lagemann, Leiter des Instituts Suchtprävention, statt. Er ging auf die Möglichkeiten ein, Erziehung suchtpräventiv zu gestalten. Im Anschluss folgten Statements von DSA Maria Riegl, Leiterin der Aufgabengruppe Jugendwohlfahrt an der BH Steyr-Land, dem Sierninger Arzt Dr. Herbert Kain und einem ehemaligen Alkohol-Abhängigen.  Die Veranstaltungen dieses Tages wurden von vielen Sierningerinnen und Sierningern besucht, wie die folgende Foto-Dokumentation beweist.

Wir setzen Zeichen! Bad Hall

„PEPPI“ – die coole Alternative

Seit rund einem Jahr gibt es im Kurbezirk Bad Hall den „PEPPI“, ein alkoholfreies und preislich attraktives Getränk, das von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Adlwang entwickelt wurde und vertrieben wird.

 

Die Vereine der Gemeinden Adlwang, Waldneukirchen, Pfarrkirchen, Rohr und Bad Hall haben die Idee des Jugendgetränks in einer vorbildlichen Art und Weise aufgegriffen. Das neue „In“-Getränk hat voll eingeschlagen und ist bereits über den Bad Haller Raum hinaus bekannt geworden. Den kreativen Köpfen aus Adlwang ist gelungen, was vor vielen Jahren seitens offizieller Stellen gescheitert ist, nämlich ein Getränk einzuführen, das durstlöschend und preiswert zugleich ist.

 

Die Mischung aus Johannisbeer- und Apfelsaft wird dankenswerterweise auf den großen Festen als Alternative zu den vielen alkoholischen Getränken angeboten und setzt sich bei den Jugendlichen und Veranstaltern immer mehr durch. Der Erfolg liegt offensichtlich in der Einheitlichkeit und der „PEPPI“ ist halt eben nicht irgendein Getränk, sondern die coole Alternative. Das Team der Suchtprävention dankt allen Vereinen, die bereits bei der Organisation ihrer Veranstaltungen das Angebot des „PEPPI“ aufnehmen.

 

Derzeit läuft eine Kooperation mit der Linzer Kunstuniversität, um die Öffentlichkeitsarbeit des PEPPIs noch einmal attraktiver zu gestalten. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Wir setzen Zeichen! Schörfling und Seewalchen

Erfreuliche Projektbilanz - Suchtprävention bleibt weiterhin Thema

Das von den Arbeitskreisen der Gesunden Gemeinden Seewalchen und Schörfling durchgeführte Suchtpräventionsprojekt „Wir setzen Zeichen“ wurde vor kurzem nach zweijähriger Projektdauer mit einem moderierten Evaluationsgespräch abgeschlossen.

 

Unter der Leitung von Christine Tichy, Schörfling und Andrea Mayr, Seewalchen engagierten sich bei diesem Projekt Ilse Baier (Polytechnische Schule), Rosi Wasmeyer (HS), Heidi Kritzinger (Kindergarten) und Bürgermeister Mag. Johann Reiter, alle Seewalchen, sowie Ursula Engelbrecht (HS), Bettina Sailer, Alexander Geyrhofer und Vizebürgermeisterin Ing. Gabriela Rathje, alle aus Schörfling. Über den gesamten Zeitraum wurde das Projekt von Herrn Mag. Dietmar Krenmayr vom Institut Suchtprävention begleitet.

 

Hier ein kurzer Rückblick auf die „Highlights“ des Kooperationsprojektes:


• Vortrag mit Christoph Lagemann „Sucht beginnt im Alltag - Präventionauch“


• Vortrag mit Mag. Andrea Schrattenecker „Wie schütze ich mein Kind vor Sucht?“


• Vorträge und Workshops mit Alexander Geyrhofer in den Schulen berufsbezogene Gesundheitsförderungsaktivitäten im Rahmen des Netzwerkes (Happy Slapping, Neue Medien, Click & Check, Take Control, Talk about)


• Kabarett mit Ingo Vogel im Kino Seewalchen


• Diskussionsabend „Vereine & Alkohol“ mit Primar Dr. Felix Fischer


• Vortrag mit Dr. Alexandra Lagemann zum Thema Ess-Störungen

 

„Die gemeinsame Vision – ein alkoholfreies Getränk, erhältlich in allen Gastronomiebetrieben in beiden Gemeinden, zu einem vernünftigen Preis – lassen wir nicht aus den Augen,“ sind die beiden Projektleiterinnen Andrea Mayr und Christine Tichy entschlossen. „Obwohl das Projekt beendet ist, wird das Thema Suchtprävention weiter aktuell bleiben.“ Alexander Geyrhofer wird im Jugend-Treff Seewalchen wertvolle Aufklärungsarbeit leisten. Den JugendbetreuerInnen der Vereine aus Seewalchen und Schörfling wird voraussichtlich im Herbst 2012 ein
Workshop für den Umgang mit Alkohol angeboten.

Projektgruppe Schörfling - Seewalchen

Wir setzen Zeichen! Schwanenstadt

Öffentliche Jugendarbeit im Fokus

WSZ Schwanenstadt befindet sich im ersten Projektjahr. Derzeitige Schwerpunktthemen sind die öffentliche Jugendarbeit, eine bessere Vernetzung des Vereinswesens sowie die Förderung des Zusammenlebens der Schwanenstädter Jugend insbesondere zwischen Jugendlichen deren Ursprungsfamilien  aus Schwanenstadt kommen und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien.

 

Für den Sommer sind aktivierende Freizeitangebote in enger Kooperation mit dem städtischen Freibad geplant. Wettbewerbe und Spiele im Wasser und auf den Grünflächen, die unter Mitwirkung von Schulen, dem Jugendzentrum und örtlichen Vereinen organisiert werden, sollen sinnvollen Freizeitspaß, jugendliches Engagement, und kulturübergreifende Kommunikation und Mitgestaltung ermöglichen.

 

Die Schwanenstädter Vereine werden am 14. September 2012 im Rahmen eines Aktionstages am gesamten Schwanenstädter Sportareal einen Einblick in ihre Aktivitäten gewähren, Schüler und Jugendliche zum Mitmachen motivieren und die Qualitäten vereinsbezogener Jugendarbeit präsentieren.

Wir setzen Zeichen! St. Georgen-Berg-Straß im Attergau

Positive Zwischenbilanz im Attergau

Seit Frühjahr 2009 befasst sich das Projektteam in St. Georgen-Berg-Straß im Attergau unter der Begleitung von Mag. Rudolf Gruber vom Institut Suchtprävention mit folgenden Schwerpunktthemen:

 

1. Die Herausforderungen und Chancen von sowie der Umgang mit schwierigen Lebenssituationen im Rahmen tragbarer familiärer Strukturen

2. Das Freizeitverhalten Jugendlicher, die wenig in Organisationen und Vereine eingebunden sind sowie die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen in Vereinen und der freien Wirtschaft

3. Die Schule als ein wichtiger Ort für den Erwerb sozialer Kompetenzen

4. Die Themen Alkohol und Jugend, Spielsucht sowie Migration im Speziellen.

 

Viele Eltern konnten im Zuge der Aktion „clever & cool“ in der Oö. Mittelschule und durch Vorträge in Volksschule und Kindergarten erreicht werden. Zu den positiven Erfolgen zählt auch die Tatsache, dass derzeit zwei Pfadfinder-Gruppen als alternatives und vielseitiges Sport- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche im Entstehen sind. Offene Fragen gibt es hingegen derzeit noch rund um die Themen Stärkung der Familien sowie Elternbildung und Jugendschutz.

 

Im November 2011 lud der Arbeitskreis, dem mittlerweile auch Vertreter der örtlichen Polizei angehören, zu einem ersten Gesprächsabend mit den Wirten des Zentrums, um gemeinsame Lösungen zur Beachtung der nächtlichen Ruhe sowie zur Einhaltung des Oö. Jugendschutzgesetzes zu entwickeln. Die Gastronomen äußerten dabei den Wunsch, vierteljährliche Zusammenkünfte zu organisieren. Diese Treffen fanden bereits drei Mal bei vollzähliger Teilnahme statt. Die Zusammenarbeit verlief bislang äußerst konstruktiv mit durchaus kreativen Lösungsansätzen, die zum Teil auch den gewünschten Erfolg zeitigten: Durch den Einsatz von Securitys und vermehrter Polizeipräsenz konnte der Vandalismus und die nächtliche Ruhestörung im Zentrum eingeschränkt und die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes verbessert werden.

 

Eine Idee aus dem Wirte-Treffen war auch die Durchführung eines verpflichtenden Informationsabends für Großveranstaltungen, wozu sämtliche betroffenen Vereine eingeladen wurden und auch im Wesentlichen zugegen waren. Der Leiter der Sicherheitsabteilung, Dr. Beer und OAR Dannbauer von der BH Vöcklabruck legten sehr lebendig und gut verständlich die wesentlichen Bestimmungen für die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen dar.

 

Ferner wurde seit Herbst 2011 die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert. Neben der laufenden Berichterstattung in der Gemeindezeitung ist eine eigene Website zu den Themen Suchtprävention und Jugendschutz im Attergau im Entstehen. Sie soll noch deutlich vor Ablauf der dreijährigen Projektphase im Juli 2012 im Netz aufrufbar sein.

 

Projektgruppe St.Georgen-Berg-Straß i. Attergau

Wir setzen Zeichen! Kremsmünster

Elternvortrag „Kinder stark machen für ein suchtfreies Leben“

Zum Vortrag „Kinder stark machen für ein suchtfreies Leben“, lud die Projektgruppe Suchtprävention der gesunden Gemeinde ein. 30 Eltern, Pädagoginnen und Interessierte erschienen zum einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion und Jause. Referent Thomas Wögerbauer vom Institut Suchtprävention gab einen Überblick über das Suchtverhalten der Österreicher und erläuterte sehr anschaulich die Schutzfaktoren, mit denen Eltern Süchte ihrer Kinder vorbeugen können. Anschließend beantwortete er Fragen zum Fernsehkonsum, gab Erziehungstipps und stand auch für Einzelgespräche zur Verfügung.

 

„Lasst den Kindern auch Zeit zum Nichtstun“, sprach er sich gegen eine verplante Kindheit ebenso aus wie gegen ständige „Überwachung“ der Kinder, die von den Eltern besonders in Kinderbetreuungseinrichtungen gefordert wird. Wichtig ist ein Annehmen des Kindes so wie es ist, ohne, dass das Kind eine Leistung (gute Noten, brav sein ...)  dafür erbringen muss. Eltern und Pädagogen sollten immer auf die Stärken des Kindes schauen und für das Kind da sein, ohne zu bewerten.

 

Scheinbar kleine Sorgen des Kindes, wie der erste Pickel, sollten wirklich ernst genommen werden. Dem Gruppendruck maß Herr Wögerbauer folgende Bedeutung zu: Nicht die Gruppe setzt das Kind unter Druck, sondern das Kind selber setzt sich unter Druck, da es unbedingt zur Gruppe gehören möchte.

 

Jedes Kind, jeder Jugendliche braucht genügend Aufmerksamkeit, möchte gesehen werden, auch in der Öffentlichkeit. Plätze für Jugendliche sollten daher nicht abseits des Geschehens geplant werden. Wir Erwachsene sollten uns auch unbedingt verantwortlich fühlen für all unsere Kinder und Jugendlichen denen wir tagtäglich begegnen. Jede Sucht ist eine Krankheit und nicht immer haben wir es in der Hand ob sie auch unser Kind bekommt. Mit liebevollem Blick auf unsere Kinder und Jugendlichen gehen wir aber einen großen Schritt in die richtige Richtung!

Projektgruppe Kremsmünster